Geliebte im Wartemodus
Auf Onlinepartnerbörsen wird zwar die Treue  von vielen in einer Beziehung als sehr wichtig gepriesen. Doch glaubt man Studien ( zB von „Marktagent“ für Puls 4) so ist  ein Drittel aller Österreicherinnen und Österreicher bereits fremdgegangen. Wenn man nun ins Kalkül zieht, dass Befragte bei anonymen Umfragen oft schummeln, so wird die Dunkelziffer der tatsächlichen Fremdgeher wohl noch größer sein. Frauen und Männer zeigen sich im Übrigen annähernd gleich promiskuitiv. 

Fremdgehen ist nach wie vor bei einer österreichischen Scheidung einer der Hauptverschuldensgründe. ( An dieser Stelle nochmals ausdrücklich erwähnt: Österreich kennt als einiges der wenigen Länder in Europa noch die Verschuldensscheidung).

Siehe hierzu auch Artikel:

https://www.meinbezirk.at/innere-stadt/c-lokales/raus-aus-der-scheidungsfalle-haeufig-gestellte-fragen_a1012158

Psychologen meinen oft, dass es geschlechtsspezifische Unterschiede der Ursachen für das Fremdgehen gebe. Bei Frauen sei oft das Gefühl der mangelnden Wertschätzung durch den Partner der Grund für das Fremdgehen, bei Männern hingegen oft einfach die Lust nach einer „Neuen“.

Hier stellt sich die Frage ob diese Geschlechtsunterschiede nicht vorwiegend kulturell erklärt werden könnten. Genießt doch nach wie vor eine Frau mit wechselnden Sexualpartnern  in der Gesellschaft einen schlechten Ruf, während dasselbe Verhalten bei einem Mann durchaus anerkannt ist.

Es stimmt jedenfalls nicht, dass Fremdgehen nur in Beziehungen passieren würde, in welchen das Sexualleben nicht funktionieren würde, oder der Ehepartner nicht attraktiv sei.  Meine Erfahrung als Scheidungsanwältin und die Berichterstattung zeigen, dass auch ausgesprochen attraktive Menschen betrogen werden. Fremdgehen findet auch in Ehen mit regem ehelichem Sexualleben statt. Man denke an die vielen phantastisch aussehenden Hollywoodschauspielerinnen, welchen ebenfalls kein treuer Ehepartner beschieden war. Mitunter ist der Geliebte/ Geliebter äußerlich weniger attraktiv als der Ehepartner.

Die Aussage: „ mit meinem Partner läuft schon lange nichts mehr“, stimmt so natürlich oft auch nicht. Nicht selten sind Ehefrau und Geliebte vom selben Mann gleichzeitig schwanger.

 

Bitte achten Sie auf Ihre Gesundheit und die Gesundheit Ihrer Umgebung/ Ihrer Familie. Halten Sie sich an die Vorgaben der Bundesregierung!

 

Daher stellen Sie, wenn schon nicht moralisch, so doch jetzt zumindest aus gesundheitlichen Gründen heimliche Treffen ein. Es braucht jetzt gar nicht zum Intimverkehr kommen, um Ihre Gesundheit und/ oder die anderer zu gefährden.

 

Nutzen Sie den Abstand ( im wahrsten Sinn) um zu klären wie Sie künftig leben wollen. Wollen Sie sich und Ihrem Partner/ Ihrer Familie diese Heimlichkeiten länger antun? Was spricht gegen/ für einen klaren Schritt? Wenn Sie sich für  die nächste Quarantäne/ für einsame Insel nur für einen Menschen entscheiden könnten, wer wäre das? Bei wem fühlen Sie sich wirklich wohl? Ist es am Ende keine dieser Personen?